22.06.2026 | 4 Bilder

UNIQA Kunstpreis 2026 geht an Jakob Kolb

Jakob Kolb © Tom Biela

Detailansicht VESSELS von Jakob Kolb

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Die Akademie der bildenden Künste Wien vergibt in Kooperation mit UNIQA zum zweiten Mal den UNIQA Kunstpreis. Der mit 15.000 Euro dotierte, alle zwei Jahre vergebene Preis zählt zu den höchstdotierten Nachwuchsförderpreisen in Österreich und geht dieses Jahr an Jakob Kolb.

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Die Akademie der bildenden Künste Wien vergibt in Kooperation mit UNIQA zum zweiten Mal den UNIQA Kunstpreis. Der mit 15.000 Euro dotierte, alle zwei Jahre vergebene Preis zählt zu den höchstdotierten Nachwuchsförderpreisen in Österreich und geht dieses Jahr an Jakob Kolb. Der Künstler, der 2023 im Fachbereich „Kunst und Bild | Expansion“ sein Studium der bildenden Kunst abgeschlossen hat, verbindet in seinem Werk auf eindrucksvolle Weise Skulptur, Performance, Sound, Video und digitale Kommunikation. Er überzeugte die Jurymitglieder damit, wie er den Raum um unsichtbare Ebenen erweitert und abstrakte Datenströme durch Kabel, Licht und physische Prozesse sinnlich erfahrbar macht. Die Ausstellung des Preisträgers wird am 26. Jänner 2027 im Foyer des UNIQA Tower in Wien eröffnet.

„Der UNIQA Kunstpreis gibt jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu zeigen – das ist uns ein großes Anliegen. Es ist inspirierend zu sehen, mit welcher Neugier und Offenheit diese neuen Generationen arbeiten und dabei unsere Wahrnehmung erweitern“, sagt René Knapp, Vorstandsmitglied der UNIQA Insurance Group. „Uns ist wichtig, dass diese Vielfalt an Perspektiven nicht nur in klassischen Ausstellungsräumen erlebbar ist, sondern bewusst in den öffentlichen Raum getragen wird – etwa hier im UNIQA Tower, wo die Arbeit von Jakob Kolb im Rahmen der Ausstellung Anfang 2027 für ein breites Publikum zugänglich sein wird.“
Der UNIQA Kunstpreis stärkt die Sichtbarkeit der künstlerischen Positionen der Akademie-Absolvent_innen und trägt dazu bei, ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Arbeit von Jakob Kolb zeichnet sich durch eine prozesshafte Ästhetik aus, die Ingeborg Erhart, Vizerektorin für Kunst und Lehre der Akademie der bildenden Künste Wien, so beschreibt: „In zirkulierenden Feedback-Loops entfaltet sich Erinnerung als lebendiger, sich fortwährend überschreibender Prozess, der technische Systeme mit poetischer Imagination verbindet und neue Perspektiven auf das Verhältnis von Mensch, Objekt, Technologie und Erinnerung eröffnet.“

UNIQA Kunstpreis 2026 - Die Jurybegründung:

Der UNIQA Kunstpreis 2026 geht an Jakob Kolb für eine Arbeit, die auf eindrucksvolle Weise Skulptur, Performance, Klang, Video und digitale Kommunikation zu einer vielschichtigen künstlerischen Aussage verbindet. Seine ursprünglich malerische Praxis verlassend, eröffnete sich der Künstler ein Arbeitsfeld, in dem mehrere künstlerische Gattungen zusammenspielen. Im Zentrum des prämierten Vorschlags steht ein skulpturales Ensemble aus Stahl und Glas, die sogenannten VESSELS. Über Klang und lichtcodierte Datenströme kommunizieren die Gefäße kontinuierlich miteinander. Ausgangspunkt dieser Informationen ist eine Performance von Jakob Kolb, deren Datenpunkte in die Vessels eingespeist werden. Dabei begreift Kolb Skulptur nicht nur als statisches Objekt, sondern als Gegenüber – als Wesen mit eigener Präsenz und Autonomie. Die Gefäße senden, empfangen und reagieren, als führten sie ein verborgenes Gespräch, dessen Inhalte zwischen subjektiver Erinnerung und objektivem Archiv oszillieren. Überzeugend ist insbesondere, wie der Künstler den Raum um unsichtbare Ebenen erweitert und abstrakte Datenströme durch Kabel, Licht und physische Prozesse sinnlich erfahrbar macht. Durch die performative Aktivierung der Installation, die als Feedback-Loops zwischen den beiden VESSELS zirkulieren entsteht eine greifbare poetische Metapher: Erinnerung erscheint hier nicht als statische Speicherung, sondern als lebendiger, sich fortwährend überschreibender Prozess. Gleichzeitig tragen die Skulpturen die Erinnerung an nostalgisch anmutende Versuchsanordnungen der Technikgeschichte in sich, übertragen diese jedoch in eine zeitgenössische Sprache der Vernetzung und Prozessualität. Aus Objekten werden Kommunikationspartner_innen, aus Behältern Speicher, aus Dingen handelnde Akteur_innen, deren Austausch den Raum in ein lebendiges Beziehungsgefüge verwandelt.

Die Jury würdigt die außergewöhnliche Fähigkeit von Jakob Kolb, seine Fragestellungen in ein komplexes räumliches Vokabular zu überführen. Seine Installation eröffnet neue Perspektiven auf die Beziehungen zwischen Mensch, Objekt, Natur, Technologie und Erinnerung und erweitert damit das Feld zeitgenössischen künstlerischen Handelns. Mit großer Sensibilität verbindet Kolb technische Systeme mit poetischer Imagination und schafft Werke von zugleich sinnlicher Präsenz und konzeptueller Präzision.

Die Jurymitglieder 2026
Ingeborg Erhart (Akademie der bildenden Künste Wien), Theresa Hochhauser (UNIQA), René Knapp (UNIQA), Nora Schultz (Akademie der bildenden Künste Wien), Nina Zimmer (Kunstmuseum Bern; designierte Direktorin Belvedere)

Rückfragehinweis UNIQA Insurance Group AG
Klaus Kraigher
Pressesprecher
Mobil: +43 664 8231997
E-Mail: klaus.kraigher@uniqa.at

Über die Akademie der bildenden Künste Wien
Die Akademie der bildenden Künste Wien zählt zu den renommiertesten Kunstuniversitäten der Welt, sie wurde 1692 gegründet und ist fest im Gefüge der (inter-)nationalen Kulturlandschaft sowie in der Stadtgesellschaft etabliert. Zu ihrem internationalen Renommee tragen ebenso die verschiedenen Institute mit ihren künstlerischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten wie auch die herausragenden Kunstsammlungen bei.

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Jakob Kolb
547 x 182 © Tom Biela
Jakob Kolb
1 366 x 2 048 © Manuel Carreon Lopez
Jakob Kolb
1 366 x 2 048 © Tom Biela
Jakob Kolb
1 366 x 2 048 © Tom Biela


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