21.05.2026 | 2 Bilder

Kohei Saito in Wien: „Planen gegen Klimafaschismus“

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Kohei Saito

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Anlässlich der deutschsprachigen Buchneuerscheinung Am Ende des Fortschritts: Überleben in den Ruinen des Kapitalismus ist der japanische Philosoph und Bestsellerautor Kohei Saito am 12. Juni 2026 mit dem Vortrag Planen gegen Klimafaschismus zu Gast an der Akademie der bildenden Künste Wien.

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Anlässlich der deutschsprachigen Buchneuerscheinung Am Ende des Fortschritts: Überleben in den Ruinen des Kapitalismus ist der japanische Philosoph und Bestsellerautor Kohei Saito am 12. Juni 2026 mit dem Vortrag Planen gegen Klimafaschismus zu Gast an der Akademie der bildenden Künste Wien. Während sich die Klimakrise verschärft, ist die gesellschaftliche Reaktion zunehmend nicht von Gerechtigkeit oder Solidarität geprägt, sondern von Knappheitsmanagement, Grenzgewalt und dem Schutz bestehender Privilegien.

Klimafaschismus bezeichnet jene politische Form, in der der ökologische Zusammenbruch zum Vorwand für autoritäre Kontrolle, militarisierte Ausgrenzung und die ungleiche Verteilung von Überlebenschancen wird. Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht mehr die Frage, ob Planung zurückkehren wird, sondern welche Form von Planung die Zukunft bestimmen soll. In seiner Lecture lehnt Saito die vermeintliche Alternative zwischen Marktlösungen und technokratischer Staatssteuerung ab und plädiert stattdessen für eine demokratische Gegenplanung: eine egalitäre und ökologisch fundierte Neuordnung von Produktion, Konsum und sozialer Reproduktion.

Gegen ein Wirtschaftssystem, das auf permanent wachsendem Energie- und Ressourcenverbrauch basiert, gegen eine Klimapolitik von oben, die Grundbedürfnisse den Märkten ausliefert, und gegen elitär organisierten Managerismus versteht Gegenplanung den Versuch, gesellschaftliche Koordination dem Kapital zu entziehen und in demokratische Prozesse auf allen Ebenen zu überführen.

Kohei Saito ist außerordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Tokio. Er promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war 2024/25 Fellow am New Institute in Hamburg, wo er das Programm Beyond Capitalism: War Economy and Democratic Planning leitete. Saito forscht zu Ökologie und politischer Ökonomie aus marxistischer Perspektive. Sein international vielbeachtetes Buch Capital in the Anthropocene (2020) verkaufte sich in Japan mehr als eine halbe Million Mal und trug maßgeblich zur Wiederbelebung marxistischer Debatten in Japan, den USA und Europa bei.

12. Juni 2026, 17 Uhr
Kohei Saito
Planen gegen den Klimafaschismus
Prospekthof, Atelierhaus
Lehárgasse 8, 1060 Wien

Teilnahme frei. Freie Sitzplatzwahl. Vortrag in englischer Sprache.

Weitere Informationen

Die Veranstaltung wird eröffnet von Johan F. Hartle, Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Moderiert wird der Abend von Ulrich Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien. Im Anschluss kommentieren Astrid Schöggl (AK Wien) und Lisa Mittendrein (Attac Österreich).

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Akademie der bildenden Künste Wien mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, der Österreichischen Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (ÖFSE), Attac Österreich, der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, dem Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien sowie dem Demokratiezentrum Wien.


Über die Akademie der bildenden Künste Wien
Die Akademie der bildenden Künste Wien zählt zu den renommiertesten Kunstuniversitäten der Welt, sie wurde 1692 gegründet und ist fest im Gefüge der (inter-)nationalen Kulturlandschaft sowie in der Stadtgesellschaft etabliert. Zu ihrem internationalen Renommee tragen ebenso die verschiedenen Institute mit ihren künstlerischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten wie auch die herausragenden Kunstsammlungen bei.

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